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Durch Behinderung lernen!

13. Februar 2019

Procap ist der grösste Mitgliederverband von und für Menschen mit Behinderungen in der Schweiz. Beim Procap-Projekt „Mal seh'n!" erfuhr die 2. Stufe der Oberschule Triesen am 4. Februar 2019 von einem Mitglied dieser Organisation mehr zum Thema Behinderung. Speziell das Thema Mobilitätsbehinderung stand im Fokus und die Schüler und Schülerinnen konnten allerlei unkomplizierte Fragen stellen, wie Menschen mit Behinderungen ihren Alltag meistern.

Ronny Häberli berichtete sehr kurzweilig über Gefahrenzonen eines Rollstuhlfahrers, nötige Verbesserungsmassnahmen, die die Politik in die Wege leiten muss und über lustige Anekdoten, die er im Laufe seines Lebens gemacht hat.

Schülerstatements:

Heute machte ich eine echt gute Erfahrung. Ich lernte, wie es ist, wenn man ein Leben lang in einem Rollstuhl „gefangen" ist. Wir durften auch die praktische Erfahrung machen und uns in einen Rollstuhl setzen. Es war echt schwer, sich mit diesem „Teil" fortzubewegen. Wir hörten die Geschichte von einem Mann namens Ronny, der wegen eines Geburtsfehlers bereits sein ganzes Leben im Rollstuhl sitzt und trotz aller Schwierigkeiten seinen Humor nicht verloren hat. (Christian Matt, 2c)

Ronny erzählte an diesen zwei Lektionen von seiner Behinderung im Generellen und berichtete, was ich sehr interessant fand, wie  sein Alltag abläuft. Später durften wir noch mit seinem Rollstuhl auf eine Rampe hochfahren und von dort wieder langsam runtergleiten. Ausserdem probierten mache Schüler eine Tür im Rollstuhl zu öffnen, was gar nicht so einfach ist, wie es aussieht. Ich wusste nicht, dass der Alltag in einem Rollstuhl so schwer sein kann.  (Laura Schurti, 2c)

Der Vortragende gab uns Beispiele, wie Menschen mit einer Behinderung mit ihrem Alltrag klar kommen. Ronny beispielsweise kann nur 500 Meter zu Fuss gehen, dann wird er müde und ist wieder auf den Rollstuhl angewiesen. Aber dadurch hat er viel Kraft in den Armen. Er erzählte auch, dass er als Informatiker arbeitet und viel im Ausland unterwegs ist, was am Beispiel Peru nicht leicht war, weil in diesem Land die Infrastruktur für behindete Menschen grossteils fehlt. Mir gefiel der Vortrag sehr gut, auch weil ich was dazulernen konnte. (Vincent Bürzle, 2b)

Zu Beginn schauten wir uns einen Kurzfilm an, wo sich das Kind mit Handicap und ein „gesundes" Kind darum stritten, wer was besser kann. Schliesslich vertrugen sich beide wieder, der Junge baute eine Rampe für den Rollstuhlfahrer und sie spielten gemeinsam im Garten. Nach dem Film stellte sich Ronny kurz vor. Er ist Informatiker, arbeitet in Zürich und pendelt täglich. Ronny sitzt schon seit seiner Geburt im Rollstuhl, weil er bei seiner Geburt 20 Sekunden lang keine Luft bekam. Mir ist nun viel klarer, wie schwer es Rollstuhlfahrer im Leben haben. (Michelle Beck, 2a)

Wir lernten bei dieser Veranstaltung einen Menschen mit Handicap kennen. Er erzählte aus seinem Alltag, dass er beispielsweise früher Rollstuhlbasketball spielte, aktuell ihm allerdings durch seine Arbeit als Informatiker leider die Zeit dazu fehlt. Jeden Abend, wenn er am nächsten Tag nach Zürich pendelt, muss er alles genauestens planen. Selber im Rollstuhl zu sitzen war eine interessante aber auch einschüchternde Erfahrung, weil es ziemlich unangenehm ist, jemandem nicht in die Augen sehen zu können. (Flavio Pichler, 2a)