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Food Waste - Essen wertschätzen und geniessen!

8. November 2019

Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet. Das entspricht pro Jahr rund 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel oder der Ladung von rund 140'000 Lastwagen, die aneinandergereiht eine Kolonne von Zürich bis Madrid ergeben würden! Pro Person und Tag landen hier im Durchschnitt 320 Gramm einwandfreie Lebensmittel im Abfall.

„Beeindruckende Zahlen", die mit ähnlichen Zahlen leider auf alle westlichen Industriestaaten zutreffen! Fest steht: die Verluste müssen verringert und die Verschwendung gestoppt werden – für die Menschen und ihre natürliche Umwelt.

Zahlreiche Klassen der Oberschule Triesen besuchten im Oktober die food waste – Ausstellung, die vom Verein Tellerand in Liechtenstein angeboten wurde. Tellerrand hat den Zweck, durch Öffentlichkeitsarbeit in Liechtenstein einen Beitrag zur eigenständigen Entwicklung der wirtschaftlich, sozial, politisch und kulturell benachteiligten Menschen und Völker zu leisten. Wir haben mehr Nahrung zur Verfügung als wir benötigen. Der Unterschied zwischen der verfügbaren Menge und dem, was wir effektiv konsumieren, sind Food Losses und Food Waste (also: Lebensmittelverluste und -verschwendung). Verluste bezeichnen Lebensmittel, die in den Produktionsverfahren verloren gehen und deshalb nie zu den Konsumenten gelangen. Verschwendete Lebensmittel sind Produkte, die wir in unserem täglichen Konsum nicht verwerten, weil wir zu viel eingekauft haben, die Portion im Restaurant zu gross war oder weil wir einfach keine Lust mehr auf die übrigen Pommes im Teller haben. Die hohen Lebensmittelverluste haben weitreichende Auswirkungen auf Natur und Mensch. Die Produktion von Lebensmitteln verursacht 30 Prozent aller Umweltbelastungen.

Werfen wir Lebensmittel in den Abfall, werden knappe Ressourcen wie Wasser, Böden und fossile Energieträger unnötig belastet. Weggeworfene Lebensmittel verursachen Mehrkosten in Milliardenhöhe. Gleichzeitig verknappt eine durch Verluste erhöhte Nachfrage das weltweite Angebot an Lebensmitteln, während die Ernährungssicherheit vieler Menschen nicht garantiert ist. (Quellen: www.foodwaste.ch, www.tellerand.li)

Schülerstatements:

Wenn man in der Schulpause nicht die ganze Jause isst, könnte man die Reste an einem „Foodsharingtisch" anderen zur Verfügung stellen. (Simeon Walser und Mike Wenaweser, 1b)

Geschockt war ich von der Tatsache, dass in einem Apfel 80 Liter Wasser stecken und dass man für Fleisch 15.000 Liter Wasser benötigt. (Lucy Kalberer, 3c)

Unglaublich, dass der Grossteil des Essens Zuhause weggeworfen wird. Was für eine Verschwendung! (Isaro Verdicchia, 3c)

Ich nehme mir vor, in Zukunft nicht mehr hungrig einkaufen zu gehen, denn dabei kaufe ich unbewusst mehr ein, was ich nicht unbedingt brauche! (Debora Fabiano, 3c)

Ich habe Vieles über die Lebensmittelverschwendung gelernt. Wir Menschen müssen jetzt damit aufhören! (Rümeysa Karaca, 3c)

Wir waren alle gespannt, was uns erwartet. Stände, wie man beispielsweise richtig einkauft, wie man mit Essensresten kocht und wie ein Kühlschrank richtig eingeräumt werden soll, waren aufgebaut und so konnten wir wertvolle Infos sammeln. Gegen Ende sammelten wir Vorschlägen gegen den „Food Waste". Es war sehr interessant und cool. (Ela Idri und Johanyi Beck, 1b)

Ich habe viel Neues gelernt und es war sehr spannend, dass in den Lebensmitteln so viel Wasser enthalten ist. (Fabio Frick, 1c)

Ich habe den Quiz toll gefunden. Es ist erstaunlich, wie viel Food Waste es allein in Liechtenstein gibt. (Linus Aldovini und Fabian Bürzle, 1c)

Ich fand toll, dass wir bei der Ausstellung unsere Fotos vom Food Waste nach der Pause, besprochen haben. (Fiona Teuschel, 1c)

Wir nehmen uns vor, in Zukunft kreative Menüs aus den übriggebliebenen Resten der Lebensmittel zu kochen. (Laura Schurti, Rafael und Catarina Vidal Miranda, alle 3c)