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Holocaust Gedenktag an der Realschule in Triesen

1. Februar 2019

Im Zusammenhang mit dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sollen im Schulunterricht Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und speziell der zweite Weltkrieg thematisiert werden.

Die dritten und vierten Klassen der Realschule gingen daher am Dienstag, 29.1.2019, nach Hohenems, um das jüdische Museum, das jüdische Viertel, die damaligen Fluchtwege in die Schweiz und den jüdischen Friedhof zu besuchen. Dabei sollen sie Einblick in das (vergangene) Leben der jüdischen Gemeinde in Hohenems gewinnen und schliesslich auch Empathie entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler reagierten betroffen, vor allem die Fluchtwege und die dokumentierten Schicksale der Menschen hinterliessen einen tiefen Eindruck. Die pädagogisch bestens geschulten Begleiter vermochten es, den Jugendlichen das Leid, die Not und auch die Verzweiflung der Flüchtlinge nahezubringen. Auch die Unterstützung durch die Bevölkerung, die Tricks, die Grenzbeamten zu umgehen, wurden thematisiert.

Hier Aussagen von Schülern:

In Geschichte hatte ich immer den Eindruck, das betrifft ja bloss Deutschland, eventuell noch Österreich, aber dass das so nahe war, das ist mir zum ersten Mal aufgefallen.

Ich habe mir die Fluchtwege anders vorgestellt. Das ging ja über offene Felder, dass man durch Zurufen den Weg in der Nacht fand und zu fliehen wagte, da braucht es Mut und man muss sehr verzweifelt sein.

Ich war den ganzen Tag sehr betroffen, die Schicksale der Menschen, das hat mich sehr mitgenommen. Vor allem auf dem Friedhof hat es mich gepackt.

Die Exkursion war anspruchsvoll, spannend und das Ziel, den Jugendlichen ein sehr schwieriges Kapitel aus der Vergangenheit näherzubringen, wurde erreicht.

(Renate Lanter)