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I säg was lauft!

3. Februar 2020

Ist sexuelle Gewalt unter Jugendlichen ein Thema?

In den letzten Jahren sind Jugendliche vermehrt mit Problemstellungen konfrontiert, in denen sie die gegenseitigen Grenzen nicht einhielten oder die sexuelle Integrität missachteten.

Auch verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass sexuelle Gewalt unter Jugendlichen ähnlich verbreitet ist, wie häusliche Gewalt unter Erwachsenen. 9.5 Prozent der Jungen und 28% der Mädchen wurden beispielsweise schon über elektronische Medien sexuell belästigt. Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen sind also ein ernst zu nehmendes Thema, das aus Schamgefühlen meist tabuisiert wird.

Wie können Trennungen achtsam erfolgen?

Im Jugendalter erhalten Beziehungen zu Gleichaltrigen und die Entdeckung der Sexualität eine zentrale Bedeutung. Jugendliche gehen erste Liebesbeziehungen ein, geben ihnen viel Raum und erachten diese oft als unzerbrechlich. Wenn die Beziehungen trotzdem enden, löst das starke Gefühle und Reaktionen aus. Die eigenen Gefühle ernst zu nehmen und gegenüber der Freundin oder dem Freund achtsam zu vertreten, ist nicht immer so einfach. Es gehört zum Erwachsenwerden, Trennungen zu erleben und diese zu verarbeiten. Nicht immer gelingt dies auf Anhieb verantwortungsbewusst und mit Respekt. Gewisse Reaktionen sind unangemessen. Dazu gehört die Ausübung von Gewalt in unterschiedlichsten Formen.

Was bezweckt «Ich säg was lauft»?

Die Wanderausstellung ich säg was lauft unterstützt Jugendliche durch eine aktive Auseinandersetzung dabei, sich unter Gleichaltrigen, in Beziehungen und bei Trennungen achtsam und respektvoll zu verhalten. Die Ausstellung trägt zudem auch bei Lehrpersonen und Eltern zur Sensibilisierung für sexuelle Gewalt unter Jugendlichen bei.

Schülerstatements:

Gewalt unter Jugendlichen ist leider oft die Realität – deswegen finde ich es wichtig, dass solche Veranstaltungen gemacht werden!

Dass man mit Experten, die sehr viel Erfahrung haben, über diese Thematik sprechen konnte, ihnen Fragen stellen konnten, das fand ich sehr gut.

Ich fand es cool, dass wir alles sagen konnten und keine Meinung als falsch dargestellt wurde.

Ich habe gelernt, dass man behutsam beginnen soll – zum Beispiel langsam anfangen, jemand zu küssen...

Ich nehme aus dieser Veranstaltung mit, dass man sich vehement wehren soll, wenn jemandem einer Person zu nahe kommt oder diese Person zu schnell etwas möchte, was du selbst nicht willst. Es waren tolle Tipps dabei!

(Stefanie Bargetze, Angelina Beck, Colin Repolusk, Luna Facciolo, Fabio Müller - SchülerInnen der 3b)