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Leben mit Behinderung (-en) in Liechtenstein

1. März 2018

Die Offene Jugendarbeit Liechtenstein unter der Führung von Frau Sylvia Banzer und Herrn Michael Büchel organisierten  das Projekt „Unterwegs in Triesen – mit Behinderung".

Die 3b interessierte sich sehr für dieses Projekt und war bereit, mitzuarbeiten. Zuerst stellten die Jugendarbeiter ihr Anliegen und ihre Ziele vor. Es galt, aufzuzeigen, mit welchen Hürden man als Mensch in Liechtenstein zu kämpfen hat, wenn man mit einem Rollstuhl unterwegs ist.

Julia Kerber vertrat den Behindertenverband Liechtensteins und referierte über ihren Berufsweg und über das Leben mit den verschiedensten Behinderungen. Dazu zeigte sie Kurzfilme, in denen die Betroffenen selbst zu Wort kamen. Der Vortrag machte grossen Eindruck und animierte die Schülerinnen und Schüler, sich für dieses Thema einzusetzen.

Am darauf folgenden Donnerstag, dem 9.11.2017,  war es so weit. Nach einem Film über eine blinde Frau und einen querschnittgelähmten Mann aus Liechtenstein, durften wir einen Hauptdarsteller begrüssen. Bereitwillig gab er uns Auskunft über sein Leben, seine Schwierigkeiten, seinen Beruf und auch „seinen Unfall" – wie es so weit gekommen war. Er tat dies in einer sehr aktiven und offenen Art.

Anschliessend, nach kurzen Instruktionen zu den jeweiligen Rollstühlen, begaben sich die Schüler in drei Gruppen auf den Weg. Ein Schüler musste im Rollstuhl sitzen, ein anderer schob, ein dritter passte auf. Die gemachten Erfahrungen waren durchwegs positiv.

Begleitet wurden sie von Sylvia Banzer, Michael Büchel und Renate Lanter. Es wurden durchwegs positive Erfahrungen gemacht. Die Busfahrer waren sehr hilfsbereit und geduldig, ebenso wie sehr viele Mitmenschen. Probleme gab es nur bei älteren Häusern oder Geschäften, die noch nicht behindertengerechte Aufgänge haben. Abschliessend wurde die Klasse von der Jugendarbeitsstelle zu einem Zvieri eingeladen. Vor allem der praktische Teil hatte grossen Eindruck gemacht. Menschen mit Behinderungen  werden nun sicher mit anderen Augen angesehen und behandelt.

Herzlichen Dank an die Offene Jugendarbeit Liechtensteins. Wichtige Erfahrungen konnten gesammelt werden. Das Erlebnis, selbst einmal im Rollstuhl zu sitzen und abhängig zu sein, war – trotz positiver Erlebnisse – ernüchternd. (RL)