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Zukunftstag

13. November 2018

Der Zukunftstag, der am  8. November 2018 stattfand, sollte Mädchen und Jungen zu einer offenen geschlechterunabhängigen Berufs- und Lebensplanung ermutigen.

Auch Schülerinnen und Schüler der 2. Stufe der Oberschule Triesen begleiteten in diesem Zuge Eltern, Bekannte und Verwandte in deren Arbeitsstellen. Unter dem Motto "Seitenwechsel" wurden am Zukunftstag Kinder, Eltern, Schulen, Verwaltungen und Firmen für eine offene Berufswahl sensibilisiert. So konnten an diesem Tag untypische Berufswege und Lebensentwürfe kennen gelernt werden, um ihnen neue Horizonte zu eröffnen. Da wichtige Weichen zur Berufswahl bereits in der Kindheit gesetzt werden, spricht das Projekt bewusst eine junge Zielgruppe an. Haben Jugendliche bereits früh einen ersten Kontakt zu geschlechteruntypischen Berufen, können sie vor der Berufswahl mögliche Vorbehalte abbauen.

Schülerstatements:
Ich besuchte am Zukunftstag meinen Papa in seiner Arbeitsstelle bei der VP Bank. Weil so viele Kinder am diesem Tag teilnahmen, wurde ein „Extraprogramm" zusammengestellt. Zuerst erhielten wir eine Führung durchs Gebäude und später wurde uns ganz praxisnah gezeigt, wie schwer ein Goldbarren ist und wie viel Franken gebunkert werden. Nach dem sehr köstlichen Mittagessen, das von der VP Bank gesponsert wurde, ging es mit unserer Begleitperson in die VP Bank nach Triesen. Auch dort bekamen wir einen Rundgang und erhielten den Auftrag, ein „Mainboard" auseinander zu bauen und anschliessend wieder richtig zusammen zu stellen. Mein Papa erklärte mir auch noch Wichtiges zu Aktien- und Anlagefonds und schliesslich führten wir Schüler noch einen Videocall mit der VP Bank in Zürich durch, was sehr lustig war... An diesem Tag konnte ich viele interessante Erfahrungen machen! (Anna-Lena Beck, 2c)

Ich begleitete meine Tante zur Reinigungsfirma „FIX" in Balzers. Zuerst wurden uns die riesigen Waschmaschinen gezeigt, welche speziell von grossen Firmen, wie beispielsweise dem Vaduzer Spital oder grossen Hotelanlagen gebraucht werden, da so viel Wäsche zusammenkommt. Danach half ich beim Sortieren der Rechnungen und hörte interessiert mit, wie meine Tante mit Kunden telefonierte. Anschliessend wurde es anstrengend – ich durfte Tücher falten und zwar 660 Stück, aber die Zeit verging erstaunlich schnell. Des Weiteren mussten wir kontrollieren, ob noch Blutflecken auf der Wäsche zu sehen war und ob sich diverse Gegenstände in Taschen befanden. Mit einem kleinen Scanner sah ich noch die Chips bei den Kleidungsstücken durch, um zu sehen, zu welchem Betrieb die Wäsche gehört. Ich fand diesen Tag gelungen – es war zwar anstrengend und ich hatte am nächsten Tag noch einen Muskelkater, aber ich konnte einiges dazulernen! (Catarina Vidal Miranda, 2c)

In der Lehner Akustik AG in Maienfeld durfte ich gleich am Anfang im Lager mithelfen, das Material für den Folgetag parat zu machen. Geholfen wurde mir von zwei Lernenden, die beide im 1. Lehrjahr des Berufes des Veranstaltungstechnikers stehen. Nach getaner Arbeit durfte ich Znüni essen. Gleich danach konnte ich etwas richtig Tolles tun – ich stellte auf Spotify eine Liste mit vorwiegend Schlagerliedern zusammen, die dann für 3 Stunden reichen mussten. Hulapalu von Andreas Gabalier und so... Die Songlist wurde für einen Live-Event benötigt, damit in den Bandpausen Hintergrundmusik gespielt werden konnte. Später durfte ich eine Lampe für die grosse Lichtshow testen und mit Linus eine von ihm programmierte Show am Computer mit der GrandMa2 testen und anschauen. GrandMa2 ist ein Mischpult für das Licht. Am Nachmittag half ich beim Eventaufbau im Grand Resort Hotel in Bad Ragaz mit. Lehner Akustik AG ist dort für die gesamte Technik alle Events verantwortlich. Ich durfte die Batterien in die Mikrofone und die dazugehörigen Taschensender hineingeben. Davor verkabelte ich noch die Geräte, die man braucht, um den Mikrofonen eine Frequenz zu geben. Dieser Zukunftstag gefiel mir ausserordentlich gut und ich könnte mir durchaus vorstellen, dort zu arbeiten. (Fabio Müller, 2b)

Ich begleitete meinen Papa zu seiner Firma „Das Metalltechteam" und gleich am Morgen wurde ich dem Chef Ivo Gassner vorgestellt. Sehr cool fand ich die Kleidung von all den Arbeitern. Dieses Logo des „Teams" sieht super aus. Ich war zuerst unsicher, weil ich mit dem Rohstoff Metall wenig anfangen konnte aber mein Vater beruhigte mich und meinte, dass ich ja deswegen hier sei, um etwas Neues zu erfahren. Also beschlossen wir gemeinsam, dass ich eine Katze aus Blech herstellen durfte. Das Arbeiten war schwieriger als ich mir zu Beginn gedacht hatte - eine Skizze machen, das Blech zuschneiden, Augen, Ohren und den Schwanz bearbeiten – all das kostete Zeit und war recht anspruchsvoll, da man sich mit all den Werkzeugen und Maschinen auskennen sollte. Ich klebte, lötete und schnitt zu... Der Tag war interessant, aber ich weiss nicht, ob ich später in diesem Beruf arbeiten möchte. (Muhala Shala, 2b)

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