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Likrat – aufeinander zugehen

Veröffentlicht am 1. April 2022

Am Donnerstag, 31.03.2022, holten die vierten Klassen der Realschule Triesen den Holocaust-Gedenktag nach, welcher krankheitsbedingt ausgefallen war.

Likrat ist hebräisch und bedeutet „aufeinander zugehen“. Unter diesem Motto fand eine sehr spezielle Exkursion nach Zürich statt. Zuerst besichtigten die Jugendlichen unter der Leitung von Maia Lenherr, Clemens Fessler und Renate Lanter die Synagoge in der Löwenstrasse. Frau Ruth Gellis stellte das Judentum als Religions- und Volksgemeinschaft vor. „Gott ist allen Menschen präsent, wir sind alle Kinder Gottes!“ Dieser weise Spruch steht über den Thorarollen geschrieben, Frau Gellis ergänzte: „… und niemand kann sich über den anderen erheben und für sich die absolute Wahrheit fordern.“ Jeder sei für sich und seine Entscheidungen selbst verantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler stellten interessiert Fragen, es war für alle der erste Besuch in einer Synagoge. Anschliessend besuchten die beiden Klassen das jüdische Gemeindezentrum der ICZ (Israelische Cultusgemeinde Zürich), um mit einer Likratina, in diesem Fall einer jungen Frau, Tehilla Lewenstein, welche die Rolle eines Peer Educators übernahm, den Jugendlichen Rede und Antwort stand. Likratinos sind junge Jüdinnen und Juden, die auf die Begegnungen mit Schulklassen ausgebildet werden. Ziel ist, die jüdische Kultur den Menschen näherzubringen – eben aufeinander zugehen.

Es war ein höchst spannender Tag, herzlichen Dank den Top Klassen, die sehr diszipliniert waren, Frau Ruth Gellis und Frau Tehilla Lewenstein für die Führungen und die sehr persönlichen Geschichten ihrer Familien, welche zum Teil Schreckliches mitgemacht hatten.

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